23.03.04 .............................................................................. Anja Tröster, Stuttgarter Zeitung
(...) So etwas wie eine offizielle Lesart gibt es nicht, weder für das Werk des 44-jährigen Manfred Modlich noch das des elf Jahre jüngeren Eckart Hahn. Beide reduzieren Dinge auf das Wesentliche und montieren sie als Versatzstücke in fremde Umgebungen. So werden vertraute Formen zu Rätseln, deren Lösung man manchmal lieber nicht kennen möchte, 23.03.04 .............................................................................. Anja Tröster, Stuttgarter Zeitung
(...) Seine Eigenständigkeit, die zwar außerhalb der künstlerischen Tradition liegt, ist in seinem Wesen begründet, in seinem Wahn, in seinen Geschichten. Seine Bildwelt gibt ihm recht. (...) Dabei ist Eckart Hahn durchaus kein Exot. Seine feinen, visuellen Nerven spüren den Zeitgeist auf, der jenen unter diesem Zeitgeist dahineilenden oftmals entgeht. In seinen Bildern sind Prozesse aufgenommen, denen wir unbewusst ausgeliefert sind. Bereichsübertretungen, wie sie heute in nie gekanntem Ausmaß stattfinden, ohne dass sie je einer kritisch moniert hätte, finden in Hahns Bildern grotesken Ausdruck.(...) 20.04.02 .............................................................................. Sindelfinger Zeitung
(...), zum Greifen deutlich stellt Eckart Hahn Gegenstände dar, die keinerlei reale Existenz haben. Käferlarven entwickeln sich aus Schalen heraus, käferartige Lebewesen bevölkern die Bilder. Die Kriegsmaschinerie, Raketen, Schiffe, Flugzeuge sind "eingesperrt" in Räume, die an Gummizellen erinnern. Mit gesellschaftlichen Fragen und aktuellen Bezügen setzt sich der Künstler auf seine Weise auseinander. Räume, Bildhintergründe gestaltet Eckart Hahn mit größter Sorgfalt. Sie werden zur Bühne der inszenierten Gegenstände, die sich plastisch abheben und ein dynamisches Eigenleben entwickeln. (...) 18.04.02 .............................................................................. Sybille Schurr, Leonberger Kreiszeitung
(...) Schreitet man zum ersten mal durch die Werkschau unter dem Motto "Life", scheinen die Bezüge schnell klar zu sein; begeht man sie langsam ein zweites Mal, blickt man mit seinem geistigen Auge in Abgründe, die es in sich haben. Hahn ist ein Künstler, der mit seinem Publikum zu spielen scheint: Alles gelingt Ihm so, dass man eine Fülle von Widersprüchen entdeckt, die sich steht's zu einem Ausdrucksganzen formen.(...)Hahn spielt mit dem Betrachter, also ein durchaus ernsthaftes Spiel, in dem er Begriffspaare, wie Wirklichkeit und Unwirklichkeit, Realität und Fantasiewelt in einem Motiv sanft zusammenzwingt. Bei dem Bild mit der Gebirgslandschaft etwa denkt man aus sicherer Entfernung zunächst, einer der braunen Hügel sei blau eingepackt, bei näherer Betrachtung klärt sich die Szene auf und alle Berge sind "stofflich" verborgen, nur in natürlichen und künstlichen Farbsättigungen. Diese Verpackungen gemahnen durchaus an Christo, ohne ihn jedoch zu kopieren. 11.04.02 .............................................................................. Dr. Ulrich Köppen, Böblinger Bote
(...) Eckart Hahns Bilder entstehen intuitiv. Scheinbar zufällig fügen sich Bildelemente zusammen und ergeben neue, ungewöhnliche Erfindungen, welche die Fantasie des Betrachters anregen. Der 1971 in Freiburg/Breisgau geborene Maler(...) zeigt als eines der jüngsten Mitglieder des Böblinger Kunstvereins seine erste größere Einzelausstellung in der galerie contact.(...) Braune und blaue Zeltbahnen von gummiartiger Oberfläche formieren sich zu verschneiten Gebirgsketten. Sie sind markiert mit Nummern und Buchstaben. Sind es militärische Zeichen oder rätselhafte Embleme? Eckart Hahns Bilder erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Sie wollen bewußt irritieren und den Betrachter zum Nachdenken animieren. Der Künstler verarbeitet in seinen Bildern intuitiv Ereignisse des aktuellen Zeitgeschehens und kompensiert so seine Hilflosigkeit gegenüber Krieg und Terror. Assoziativ verbindet er banale Dinge des täglichen Leben, wodurch sie neue und andere 06.04.02 .............................................................................. Carla Heussler, Pressemitteilung der Städtischen Galerie Böblingen
(...) Der 29-jährige Künstler, der in Tübingen Kunstgeschichte und in Stuttgart Grafik-Design studiert hat, beschäftigt sich in seinem Werk mit der Magie der Dinge. Er nähert sich ihr in subjektiver Weise und löst so beim Betrachter ein subjektiven Erleben aus. Die Folge ist virtueller Dialog zwischen dem Künstler und dem Betrachter. Hahn gehört im Bereich des magischen Realismus zu jenen jungen Talenten, auf deren künstlerische Entwicklung man gespannt sein darf. 25.02.00 .............................................................................. Böblinger Bote
(...) Diesen Moment der Verwirrung, diesen So-tun-als-ob findet sich auch bei allen anderen Bildern der Ausstellung "Licht und Schatten" in der münsterschen Galerie Clasing. Nur konfrontieren sie eine vermeintliche Realität zusätzlich mit einer künstlerischenÜbersteigerung, so dass die vertraute Welt surreal anmutet.(...) In die Schublade des Surrealismus läßt sich Hahn trotz seiner Sujets nicht gerne stecken. "mich beschäftigen merkwürdige Erscheinungen innerhalb der Realität "sagt er, "Erscheinungen, die ich nicht einordnen kann, und die ich deshalb in meine Sprache zu übersetzen versuche". Diese Übersetzung von Wirklichkeit in Kunst geschieht bei ihm nicht rational, sondern in erster Linie intuitiv.(...) 16.08.99 .............................................................................. Helmut Jasny, Münstersche Zeitung
(...) Täuschend echt sehen sie aus. Die Käfer sind gerade aus ihren Puppen geschlupft, wollen die weiße Wand hochkrabbeln. Doch nach ihren ersten fünf Zentimetern werden sie schon daran gehindert: Mit einem weißen Klebestreifen sind sie befestigt. Auch wenn das Bild einen realistischen Eindruck macht, der Künstler Eckart Hahn hat sie in Acryl auf Leinwand dargestellt.(...) Vielmehr beschäftigt er sich mit Dingen, die ihn nachdenklich machen, auf den ersten Blich vielleicht merkwürdig erscheinen(...) 16.08.99 .............................................................................. Mirco Borgmann, Westfälische Nachrichten |
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